Neue Mitarbeiter für das HBZ Moers



02.03.2020

Auf dem Gelände des Handwerklichen Bildungszentrums Moers werden zwei Bienenvölker eine neue Heimat finden und dort fleißig Honig produzieren. Die Idee hierzu hatte Kreishandwerksmeister Günter Bode, der sich schon länger mit dem Thema auseinandersetzt.


Günter Bode geht es vor allem um Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Damit hat er in seinem Betrieb ständig zu tun und wollte diesen Gedanken in die Kreishandwerkerschaft einbringen. „Platz genug ist ja auf dem Gelände“, so der Kreishandwerksmeister. Zuerst war an einem Standort auf dem Dach gedacht, um die Mitarbeiter und Auszubildenden nicht zu gefährden. Nach Gesprächen mit Imker Carsten Cebulla entschied man sich für einen Standort hinter dem Gebäude.

Die geflügelten Stechtiere der Bienenrasse Carnica gelten als sanftmütig und sehr fleißig, erläutert der Imker aus Leidenschaft. Dennoch rät er zur Vorsicht, wenn die Bienen beim Sammeln von Pollen und Nektar gestört werden. Zuweilen können sie in solchen Momenten stechen. Ansonsten gibt es mit ihnen keine Probleme. Zudem sind sie hinter Gittern aufgestellt, sodass die Bienen vor unbefugten Zugriff geschützt sind. Cebulla erklärt, dass die Bedingungen in der Stadt nicht zu unterschätzen sind. Gerade die bienen- und insektenfreundlichen Bepflanzungen öffentlicher Grundflächen und Beete bieten hervorragende Voraussetzungen für Bienen. Zudem sind sie weniger pestizidbelastet als die landwirtschaftlichen Anbauflächen. "Die Pflanzenvielfalt ist halt um einiges höher", so der Imker.

Aktiv zu werden und etwas für den Erhalt der Bienen zu tun, treibt Kreishandwerksmeister Günter Bode an. Neben der großen Photovoltaik auf dem Dach des Handwerklichen Bildungszentrums kommen jetzt die Bienen dazu. Das ist ein guter Schritt und zeigt deutlich, dass wir Handwerker Verantwortung für Natur und Umwelt übernehmen und dieses Thema ernst nehmen. Schließlich sind Bienen für Mensch und Natur unersetzlich. Durch das Sammeln von Nektar und Pollen sorgen sie für die Bestäubung und den Fortbestand der meisten Pflanzenarten und stellen damit einen Großteil der menschlichen und tierischen Ernährung sicher.

Was mit dem gesammelten Honig geschieht, ist noch nicht klar, aber man wird schon eine entsprechende Verwendung dafür finden. Es ist dabei angedacht, dass zwei Sorten Honig entstehen. Zum einen ist es die Frühtracht, zum anderen die Sommertracht, erläutert der Imker. Es kann dabei vorkommen, dass unterschiedliche Waben Honig von unterschiedlichen Blüten enthalten. Dadurch kann es zu Unterschieden in Geschmack und Färbung des Honigs kommen. Dennoch wird es ein unvergessliches Geschmackserlebnis sein, verrät der Imker.