Der Handwerks-Honig ist da



21.09.2020

Den Sommer über waren sie fleißig, die Bienen von Imker Carsten Cebulla. Zwei Völker hatte er im Mai auf Idee von Kreishandwerksmeister Günter Bode am Handwerklichen Bildungszentrum Moers aufgestellt. Von dort sind sie ausgeflogen, um Pollen und Nektar zu sammeln. Nun konnte geerntet werden: Handwerks-Honig.


Über Monate waren die Honigbienen nun unermüdlich unterwegs, tagaus, tagein. Sie sind bei dem, was sie tun, sehr organisiert und überaus fleißig: Für ein Glas Honig fliegt eine Biene rein rechnerisch dreimal um die Erde.


Wenn der Imker den Honig aus dem Stock nimmt, nimmt er den Bienen das Futter und damit ihre Lebensgrundlage. Also muss er sie anschließend füttern, damit sie über den Winter kommen und im neuen Jahr wieder Honig produzieren können.


Das hat Imker Carsten Cebulla nun getan: Als die Bienen am Handwerklichen Bildungszentrum Moers ausreichend eingetragen und Honig produziert hatten, entnahm er die vollen Honigwaben und gab den Völkern im Gegenzug Zuckerwasser als Futter. Die Waben schleuderte er, ließ den gewonnen Honig in große Eimer fließen und anschließend ruhen. Sobald der Honig kristallisierte, begann Cebulla, ihn zu rühren. So bekommt der Honig eine cremige Konsistenz.


Nun ist der Handwerks-Honig abgefüllt und hat ein eigens kreiertes Etikett bekommen. „Mit diesem Projekt untermauern wir, wofür wir stehen“, sagt Kreishandwerksmeister Günter Bode. „Denn das Handwerk hat Tradition, setzt auf Tradition und auf ein nachhaltiges Wirtschaften.“