In der Hitze des Tages



06.07.2015

Es ist heiß, es ist schwül, es ist stickig. Autofahren im Hochsommer kommt einem Saunagang nahe, nur darf sich der Körper während der Schwitzkur nicht entspannen. Hitze macht müde, unkonzentriert und manchmal auch aggressiv. Ein gefährlicher Mix im Straßenverkehr. Tipps für die große Reise an heißen Tagen.


Klimaanlage warten und richtig einstellen

Air Condition einschalten und gut? Schön wär‘s. Klimaanlagen müssen regelmäßig gecheckt und gewartet werden, weil durch die beweglichen Leitungen und Dichtungen jährlich rund zehn Prozent Kältemittel diffundiert und damit auch das darin enthaltene Schmiermittel, das den Kompressor geschmeidig hält.

Neben der Sichtkontrolle und Reinigung desinfiziert die Werkstatt unter anderem den Verdampfer, tauscht Kältemittel sowie eventuell Innenraumfilter und Filtertrockner aus.

Damit die Hitze nach dem Start schnell entweicht, wird die Klimaanlage bei offenen Fenstern kurzzeitig mit vollem Gebläse auf niedrigste Temperatur gestellt. Optimal auf Reisen sind 21 bis 23 Grad Celsius, maximal sechs Grad Celsius unter der Außentemperatur.

Zu kühl ist ungesund. Kurz vor Fahrtende die Air Condition ausschalten – so trocknet der Verdampfer und entzieht Pilzen und Bakterien den Nährboden.

Kühlflüssigkeitsstand prüfen

Kühlflüssigkeit kann altern und durch Undichtigkeiten entfleuchen. Um kostspieligen Reparaturen vorzubeugen, sollten deshalb Flüssigkeitsstand und Alter vor der Fahrt kontrolliert und gegebenenfalls nachgefüllt werden – aufgrund der Verbrennungsgefahr nur bei kaltem Motor.

Liegt der Kühlmittelstand zwischen Minimum und Maximum, ist alles in Ordnung. Die Werkstatt kennt den Mix und die Wechselintervalle.

Tour planen

In den kühlen Morgen- und Abendstunden reist es sich am besten. Nach maximal drei Stunden Tour brauchen Fahrer und besonders Kinder sowie Haustiere eine Rast für die Pausengymnastik und zum Toben.

Jetzt ist auch Zeit, den Flüssigkeitshaushalt vorzugsweise mit Tee, Mineralwasser oder verdünntem Obstsaft auf Vordermann zu bringen. Alles möglichst in Zimmertemperatur, sonst treiben die Schweißperlen wieder schneller als gedacht. Leichte, luftige Kleidung aus Baumwolle macht die Tour erträglich, erst recht auf Ledersitzen.

Im Schatten parken

Augen auf bei der Parkplatzwahl. Die Sonne wandert. Schon nach einer Stunde kann der Schattenplatz in gleißendes Sonnenlicht tauchen. Werte von 50 Grad Celsius und mehr sind dann keine Seltenheit. Ist kein Schattenspender in der Nähe, das Auto mit dem Heck zur Sonne parken. 

Das bringt für zwei Insassen vorn Linderung. Hitzeschutz bieten reflektierende Silberfolien, Pappen oder Tücher, die hinter die Windschutzscheibe, auf Kindersitze und Armaturenbretter gelegt werden. Und nicht vergessen: vor der Weiterfahrt ordentlich lüften!

Quelle: www.kfzgewerbe.de
Bild: ProMotor über www.kfzgewerbe.de


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