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Energie sparen und Heizkosten senken



17.10.2016

Noch ist es draußen richtig ungemütlich. Das feuchte Schmuddelwetter verhindert, dass wir uns im Freien wohl fühlen. Umso wichtiger sind Wärme und Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden. Wer denkt da schon gerne ans Energie sparen?


Erst die Heizkostenabrechnung erinnert uns an die hohen Kosten. Damit Sie die kühle Jahreszeit in Ihrer Wohnung genießen können, ohne den Geldbeutel allzu stark zu strapazieren, haben wir einige Energiespartipps für Sie zusammengestellt.

Teppichboden sorgt für angenehmes Wärmeempfinden
Wer Energie sparen möchte, sollte vor allem bei der Heizung ansetzen. Denn Heizen hat mit circa 50 Prozent den höchsten Anteil am Energieverbrauch in deutschen Haushalten. Besonders viel Heizenergie können Sie sparen, wenn Sie die Raumtemperatur niedriger einstellen. So bringt jedes Grad Temperaturabsenkung eine Heizkostenersparnis von etwa sechs Prozent. Mit Teppichboden gelingt es leicht, die Zimmertemperatur zu verringern, ohne dabei zu frieren. Denn die gefühlte Temperatur liegt in Räumen mit textilen Bodenbelägen um etwa zwei Grad über der von Räumen mit Hartböden.

Teppichboden verhindert Wärmeabfluss
509 Der Grund für das angenehme Wärmegefühl: Teppichboden verhindert den Wärmeabfluss nach unten. So können die isolierende Nutzschicht und der Teppichrücken bis zu zehn Prozent der Wärme im Raum halten, die über harte Böden, z. B. aus Stein, Holz oder Keramik, abfließen würde. Darüber hinaus wirken kleine Luftkammern zwischen den Teppichfasern wie Wärmepolster und verhindern einen Wärmeentzug über die Füße – eine Grundvoraussetzung für behagliches Temperaturempfinden.

Teppichboden und Fußbodenheizung sind ideale Partner
Besonders energiesparend ist die Kombination von Teppichboden und Fußbodenheizung. Textile Bodenbeläge, die zum Verlegen über Fußbodenheizungen geeignet sind, geben die Wärme der Heizung rasch an die Raumluft weiter. In Verbindung mit einer Fußbodenheizung kann zudem die Fußwärme von Teppichboden optimal genutzt werden: Beim Übergang von der kalten zur warmen Jahreszeit und umgekehrt kann die Heizung bis zu 30 Tage im Jahr aus bleiben – bei gleichzeitig angenehmem Temperaturempfinden.

Tipp: Achten Sie beim Einkauf des textilen Bodenbelags auf die „Heizschlange mit den drei Pfeilen“. Dieses Symbol signalisiert, dass der damit ausgezeichnete Teppichboden problemlos auf Fußbodenheizung verlegt werden kann. Produkte mit diesem Zeichen sind so konstruiert, dass der Wärmefluss von unten nach oben möglich ist. So bleibt der Effekt der Bodenheizung erhalten. Auch Qualitätszeichen wie das „Certificate of Quality“, das rote Teppich-Siegel der Europäischen Teppich-Gemeinschaft, weisen mit der „Heizschlange“ die Verwendbarkeit der zertifizierten Ware für Fußbodenheizung aus.

Weitere Tipps für energiesparendes Heizen
Wichtig ist, dass die Heizkörper frei stehen und so Wärme an die Raumluft abgeben können. Sie behindern die Wärmeabgabe in den Raum. Mit beschichteten Platten hinter den Heizkörpern können Sie verhindern, dass Wärme über das Mauerwerk verloren geht.

Gluckert der Heizkörper? Dann enthält er vermutlich Luftblasen, die seine Heizleistung stark einschränken und zusätzliche Energie kosten. In solchen Fällen sollten Sie die Heizung entlüften. Öffnen Sie das Entlüftungsventil mit Hilfe eines Spezialschlüssels und fangen Sie austretendes Wasser auf. Eventuell müssen Sie Wasser im Heizkreis nachfüllen, bis der richtige Betriebsdruck wieder erreicht ist.

Wenn Sie ein Thermostatventil zur Regelung der Raumtemperatur nutzen, sollten Sie es selbsttätig arbeiten lassen. Das Ventil sorgt dafür, dass die am Reglergriff eingestellte Temperatur dauerhaft gehalten wird. Stellt der Temperaturfühler fest, dass es kälter wird, öffnet er das Ventil und Heizwasser läuft automatisch nach, bis der eingestellte Wert wieder erreicht ist. Wird es hingegen wärmer, stoppt der Fühler die Heizwasserzufuhr. Wenn Sie den Regler ständig hoch- und runterdrehen, kann Ihre Wohnung schnell zu warm oder zu kalt werden und Sie verbrauchen unnötig Energie.

Schließen Sie nachts Vorhänge und Rollläden. Auf diese Weise lassen sich die Wärmeverluste durch das Fenster um etwa 50 Prozent senken. Dichten Sie auch Ritzen und Spalten an Fenstern und Türen gut ab, damit keine Wärme verloren geht. Der Kerzentest zeigt Ihnen, wo es zieht. Wenn die Flamme flackert, befinden Sie sich vor einer undichten Stelle. Warme Luft steigt durch den natürlichen Auftrieb nach oben. Ein Deckenventilator kann sie wieder nach unten drücken, damit Sie nicht unnötig nachheizen müssen.

Lüften Sie mehrmals täglich kurz und kräftig bei weit geöffneten Fenstern. Zwei bis drei Minuten pro Stoßlüftung reichen in der kalten Jahreszeit für den Luftaustausch. So kühlen die Wände nicht aus und Sie verbrauchen weniger Energie, als wenn Sie die Fenster dauerhaft kippen.

Quelle: www.zvr-info.de
Bild: MEV Verlag GmbH